Universität Konstanz bewirbt sich mit vier Anträgen für die zweite Phase der Exzellenzinitiative

Zum 1. September 2011 hat die Universität Konstanz vier Anträge für die zweite Phase der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder eingereicht: Insgesamt sind es drei Verlängerungsanträge und ein Neuantrag. Gestellt wurden zwei Anträge für die 1. Förderlinie (Graduiertenschulen) und je ein Antrag für die 2. Förderlinie (Exzellenzcluster) und 3. Förderlinie (Zukunftskonzept). Am 1. und 2. Dezember 2011 hat auf dem Campus der Universität die Begehung für das Zukunftskonzept stattgefunden. Die Begutachtungen der restlichen Anträge erfolgten in Bonn. Die entscheidenden Sitzungen der DFG-Kommissionen zur zweiten Programmphase sind für den 11. bis 14. Juni 2012 anberaumt. Am 15. Juni 2012 sollen die Entscheidungen bekannt gegeben werden.
Weitere aktuelle Meldungen im Rahmen der Exzellenzinitiative

Prof. Dr. Holzinger
DFG fördert Reinhart Koselleck-Projekt der Konstanzer Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Katharina Holzinger mit 1,5 Millionen Euro
Für die systematische Erforschung, welche Auswirkungen das Zusammenspiel von Staat und traditionaler Governance auf Demokratie und inneren Frieden hat, bewilligte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) der Konstanzer Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Katharina Holzinger das Reinhart Koselleck-Projekt „Traditionale Governance und moderne Staatlichkeit: Die Auswirkung ihrer Integration auf Demokratie und inneren Frieden“.

Studierendenmobilität an der Universität Konstanz übertrifft Ziel der Bologna-Konferenz
40 Prozent der Konstanzer Absolventinnen und Absolventen haben einen Teil ihres Studiums im Ausland verbracht. Damit liegt die Universität Konstanz deutlich über dem bundesweiten Schnitt von 25 Prozent. Die hohe Konstanzer Rate an „Outgoings“ ist Ausdruck der erfolgreichen Internationalisierungsstrategie einer Universität, die sowohl Internationalität auf dem Campus als auch die Mobilität ihrer Studierenden, Forscherinnen und Forscher in ihrem Selbstverständnis trägt.

Die erste Generation an deutschen Juniorprofessoren ist in der Lebenszeitprofessur angelangt – Universität Konstanz unterstützt Tenure Track-Modell
Als eine der ersten deutschen Hochschulen hatte die Universität Konstanz im Jahr 2002 Juniorprofessuren eingerichtet. Inzwischen hat eine erste Generation an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern das junge Karrieremodell erfolgreich durchlaufen und darauf aufbauend eine Lebenszeitprofessur erlangt. Rückblickend schildern die Konstanzer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Juniorprofessur als ein Karrieremodell, das frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit erlaubt.

15 neue Promovierende bereichern die Graduiertenschule Chemical Biology
Die Begrüßung der neuen Promovierenden zu Beginn eines Semesters ist in der Graduiertenschule Chemical Biology gute Tradition. Zum diesjährigen Sommersemester fand sie am Dienstag, den 24. April, durch den Koordinator der Graduiertenschule, Prof. Dr. Andreas Marx, statt. Außergewöhnlich hoch war diesmal ihre Anzahl: 15 Promovierende haben innerhalb des letzten Halbjahres ihre Forschungsarbeit aufgenommen.

Sonderheft uni'kon: "Auf den Spuren der Exzellenzinitiative"
uni’kon führt in seiner Ausgabe 44/2011 „Auf den Spuren der Exzellenzinitiative“ über den Campus der Universität Konstanz. Halt macht das Universitätsmagazin bei den Einrichtungen, die im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder entstanden sind: Es stellt das Zukunftskonzept „Modell Konstanz – für eine Kultur der Kreativität“ vor, das Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ sowie die Graduiertenschule „Chemische Biologie“. Darüber hinaus gibt das Sonderheft einen Überblick über Themenbereiche, die an der Universität Konstanz besonders stark vertreten sind: Interdisziplinarität, Gleichstellung und Internationalität. In den Rundgang aufgenommen sind auch Einrichtungen wie die Bibliothek der Universität Konstanz, die Stabsstelle für Kommunikation und Marketing und die Dienstleistungen für die Wissenschaft.

Prof. Dr. Elke Deuerling
Internationales Forschungsteam um Prof. Dr. Elke Deuerling erhält renommierte Förderung
Die Konstanzer Molekularbiologin Prof. Dr. Elke Deuerling erhält von der „Human Frontier Science Program Organization“ (HFSPO) Fördergelder in Höhe von über einer Million US-Dollar. Zu dem internationalen Forschungsteam gehören auch Prof. Judith Frydman, Ph.D., von der Stanford University, USA, und Prof. Sheena Radford, Ph.D., von der University of Leeds, England. Beim diesjährigen Auswahlverfahren wurden von 800 weltweit eingereichten Vorschlägen insgesamt 25 Anträge für eine Förderung ausgewählt.

Prof. Dr. Wolfgang Spohn
Foto (c) Olivier Toussaint
Eine neue DFG-Forschergruppe der Universitäten Konstanz und Berlin untersucht die Bedeutung von kontrafaktischen Aussagen und Gedankenexperimenten als Erkenntnismethode
„Was wäre wenn? Zur Bedeutung, Epistemologie und wissenschaftlichen Relevanz von kontrafaktischen Aussagen und Gedankenexperimenten“ lautet der Titel der neuen Forschergruppe 1614, die an der Universität Konstanz und an der Humboldt-Universität zu Berlin angesiedelt ist. Sie startet im Februar 2012. In der zunächst für drei Jahre geförderten Kooperation wird unter Beteiligung von Philosophie, Linguistik, Literaturwissenschaft (Slawistik) und Wissenschaftsgeschichte die Bedeutung kontrafaktischen Denkens für die Wissenschaften, insbesondere die Geisteswissenschaften untersucht.
Konstanzer Wissenschaftler entdecken Molekül, das die Regeneration von amputierten Körperteilen steuert
Die Fähigkeit, Körperteile zu regenerieren, die durch Amputation oder Verletzung verloren wurden, ist im Tierreich weit verbreitet. Warum Menschen die Gabe zur Regeneration nicht besitzen, ist bisher nicht verstanden, daher wird intensiv mit geeigneten Tiermodellen an dieser offenen Frage geforscht. Biologen der Universität Konstanz konnten anhand des Zebrafisches erstmalig den regulierenden Einfluss von Retinsäure auf Regenerationsprozesse bei Tieren aufzeigen.
Bewilligung zweier Sonderforschungsbereiche an der Universität Konstanz
Zwei sehr gute Nachrichten an einem Tag: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) beschied am 22. November 2011 zwei Sonderforschungsbereiche (SFB) der Universität Konstanz positiv. Sie verlängerte zum einen den SFB 767 „Controlled Nanosystems“ bis zum Jahr 2015, womit eine weitere Förderung in Höhe von 7,3 Millionen Euro verbunden ist. Zum anderen bewilligte sie den Neuantrag für den SFB 969 „Chemical and Biological Principles of Cellular Proteostasis“ mit einer Fördersumme in Höhe von 7,5 Millionen Euro.

Prof. Axel Meyer, Ph.D.
ERC Advanced Grant für Prof. Axel Meyer, Ph.D.
Die Kraterseen in Nicaragua werden in den kommenden fünf Jahren noch intensiver in den Fokus von Prof. Axel Meyer, Ph.D., rücken. Der Zoologe und Evolutionsbiologe an der Universität Konstanz erhält für seine Forschung zur Genomik und Ökologie paralleler Evolution einen der begehrten ERC Advanced Grants des European Research Council (ERC) und damit 2,5 Millionen Euro.

Dr. Nathan Weisz
ERC Starting Grant für Dr. Nathan Weisz
„Brain-state dependent perception: finding the windows to consciousness“ lautet der Titel des Projekts, für das Dr. Nathan Weisz einer der begehrten ERC Starting Grants des European Research Council (ERC) erhalten hat. Dem im Bereich der Klinischen Psychologie der Universität Konstanz arbeitenden Emmy Noether-Nachwuchsgruppenleiter steht damit die maximale Förderung von 1,5 Millionen Euro zur Verfügung, um den relevanten Merkmalen bewusster Wahrnehmung auf die Spur zu kommen.
Erfolgreiche Kooperation der Graduiertenschule Chemische Biologie mit chinesischen Wissenschaftlern der Universität Nankai
Die Graduiertenschule Chemische Biologie und das Department of Chemical Biology der Universität Nankai, China, haben eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Sie wurde in Tienjin von den Sprechern der beiden Einrichtungen, Prof. Dr. Andreas Marx und Prof. Zhen Xi, unterzeichnet.

Prof. Dr. Alfred Leitenstorfer
ERC Advanced Grant für Prof. Dr. Alfred Leitenstorfer
Ultrakurze Zeitskalen bilden das Arbeitsgebiet von Prof. Dr. Alfred Leitenstorfer. Sie sind so kurz, dass sie mit elektronischen Zeitmessern nicht mehr erfasst werden können, sondern nur noch mit optischen Geräten – mit Lasern. Der Professor für Experimentalphysik und Leiter des Centrums für Angewandte Photonik (CAP) an der Universität Konstanz wurde nun mit dem Advanced Grant des European Resarch Council (ERC) ausgezeichnet.
Neue Doktoranden in der Graduiertenschule Chemische Biologie
Franziska Mortensen, Lisa Hölting, Franziska Dierolf, Juliane Leutzow, Saurav Malhotra, Tiankun Zhao und Barbara Jaiser – dies sind die neuen Doktorandinnen und Doktoranden, die seit April 2011 in die Graduiertenschule Chemische Biologie aufgenommen wurden. Sie wurden am Dienstag, 18. Oktober 2011, durch den Koordinator der Graduiertenschule, Prof. Dr. Andreas Marx, feierlich begrüßt.
Prof. Vinod Subramaniam als Gastprofessor der Graduiertenschule Chemische Biologie und des Zukunftskollegs
Die Universität Konstanz kann durch die Kooperation des Zukunftskollegs und der Graduiertenschule Chemische Biologie zum ersten Mal eine Zukunftskolleg-Gastprofessur vergeben. Prof. Vinod Subramaniam wird ab 1. Oktober 2011 seine zunächst für drei Jahre zugesagte Gastprofessur an der Universität Konstanz antreten und dabei mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der Graduiertenschule sowie des Zukunftskollegs kooperieren.
Antragsskizze der Universität Konstanz für eine weitere Graduiertenschule erfolgreich
Die Antragsskizze der Universität Konstanz für die „Graduiertenschule für Entscheidungswissenschaften“ hat in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder erfolgreich die Eingangshürde genommen. Wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat (WR) soeben bekanntgaben, wurde die Bewerbung für die Graduiertenschule im Rahmen der 1. Förderlinie zur Vollantragstellung ausgewählt. „Das ist eine sehr gute Nachricht. Ich bin überzeugt, dass der Antrag für die Graduiertenschule für Entscheidungswissenschaften große Chancen hat, die exzellente Forschung an der Universität Konstanz noch zusätzlich zu bereichern“, kommentiert Rektor Prof. Dr. Ulrich Rüdiger das erfolgreiche Abschneiden der Antragsskizze.
Die geplante Graduiertenschule für Entscheidungswissenschaften widmet sich dem Eckpfeiler aller sozialwissenschaftlicher Fragestellungen: dem Entscheidungsverhalten von Individuen und Kollektiven. Wie kommen Entscheidungen von Personen zustande, wie gestaltet sich die Entscheidungsfindung in zwischenmenschlicher Interaktion und was sind deren gesamtgesellschaftlichen Ergebnisse?
Universität Konstanz geht mit zwei neuen Anträgen in die zweite Runde der Exzellenzinitiative
Die Universität Konstanz hat Antragsskizzen für die zweite Runde der Exzelleninitiative des Bundes und der Länder eingereicht. Konstanzer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erarbeiteten Skizzen für eine neue Graduiertenschule und einen neuen Exzellenzcluster. Der Antrag in der 1. Förderlinie ist mit der „Graduiertenschule für Entscheidungswissenschaften“ zentral im Bereich der Wirtschaftswissenschaften angesiedelt. Der Wirtschaftstheoretiker Prof. Dr. Leo Kaas ist als Koordinator der insgesamt sechs Disziplinen Politikwissenschaft, Psychologie, Wirtschaftswissenschaften, Informatik, Mathematik und Soziologie ausgewiesen.

Prof. Dr. Georg Maret
Konstanzer Physiker Prof. Dr. Georg Maret erhält Koselleck-Projekt der DFG
Zur systematischen Erforschung der Mechanismen der Magnetfeldwahrnehmung erhielt Prof. Dr. Georg Maret, Professor für Experimentalphysik an der Universität Konstanz, den Zuschlag für das Reinhart Koselleck-Projekt „Visualisierung der Antwort des Gehirns auf Magnetorezeption“ mit einer Fördersumme von 1,25 Millionen Euro.

Prof. Dr. Thomas Elbert
Professor Thomas Elbert erhält Koselleck-Projekt zur Erforschung der menschlichen Aggressionsbereitschaft
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligte Dr. Thomas Elbert, Professor für klinische Psychologie und Neuropsychologie an der Universität Konstanz, ein Reinhart Koselleck-Projekt zum Thema „Psychobiologie menschlicher Gewalt- und Tötungsbereitschaft“. Die DFG fördert das Projekt zur Aggressionsforschung in Höhe von 1 Million Euro zuzüglich einer Programmpauschale von 200.000 Euro.

Prof. Dr. Christoph Knill
ERC Advanced Grant für Prof. Dr. Christoph Knill
Der Konstanzer Politikwissenschaftler Prof. Dr. Christoph Knill ist mit dem "ERC Advanced Grant" des Europäischen Forschungsrates (European Research Council, ERC) ausgezeichnet worden. Es handelt sich dabei um den höchsten Wissenschaftspreis der Europäischen Union (EU). Mit den „ERC Advanced Grants“ werden gezielt bereits etablierte internationale Spitzenforscher gefördert, die durch herausragende Forschungsleistungen auf sich aufmerksam gemacht haben. Christoph Knill ist bisher nicht nur der einzige Wissenschaftler der Universität Konstanz, sondern auch der erste deutsche Politikwissenschaftler, der diese hohe Auszeichnung erhält.

Prof. Jürgen Osterhammel nimmt Leibniz-Preis entgegen
Als am Montag, 15. März 2010, im Leibniz-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis verliehen wurde, durfte auch Prof. Jürgen Osterhammel seine Auszeichnung entgegennehmen. Der Historiker, Professurinhaber für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Konstanz, war am 3. Dezember vergangenen Jahres von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) als einer von zehn Leibniz-Preisträgern ausgezeichnet worden.

Prof. Dr. Ulrik Brandes
Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Prof. Dr. Ulrik Brandes im Rahmen der Reinhart Koselleck-Projekte mit einer Million Euro
Die Netzwerkanalyse hat viele Gesichter. Sei es Facebook oder Twitter, seien es Abhängigkeiten auf dem Finanzmarkt, sei es die soziale Integration von Migranten oder auch die Ko-Autorschaft von Wissenschaftlern: All diese verschiedenen Bereiche werden heute von den wissenschaftlichen Disziplinen als soziale Netzwerke erfasst und analysiert. Es überrascht kaum, dass die Methodenforschung in der Netzwerkanalyse in den letzten 30 Jahren stark vorangetrieben wurde.

Prof. Dr. Rudolf Schlögl
Professor Rudolf Schlögl wird Reinhart Koselleck-Projekt zugesprochen
Professor Rudolf Schlögl, Historiker an der Universität Konstanz und Sprecher des Exzellenzclusters „Kulturelle Grundlagen von Integration“, wurde am 3. Dezember 2009 von der DFG ausgeschriebene Fördermittel im Rahmen der „Reinhart Koselleck-Projekte“ zugesprochen. Die Mittel werden an Wissenschaftler vergeben, die an „besonders innovativen oder risikobehafteten Projekten“ arbeiten. Die Fördersumme beträgt 500.000 Euro und wird für einen Zeitraum von fünf Jahren vergeben.

Prof. Dr. Jürgen Osterhammel
Leibniz-Preis für Professor Jürgen Osterhammel
Der Historiker Prof. Jürgen Osterhammel, Lehrstuhlinhaber für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Konstanz, bekam am 03.12.2009 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis 2010 zugesprochen. Er ist damit einer von neun Wissenschaftlern und einer Wissenschaftlerin, die aktuell mit dem bedeutendsten deutschen Forschungspreis ausgezeichnet werden, und bereits der sechste Leibniz-Preisträger der Universität Konstanz. Mit der Ehrung ist ein Preisgeld von 2,5 Millionen Euro verbunden, das der Wissenschaftler in den nächsten sieben Jahren nach eigenen Vorstellungen für seine wissenschaftliche Arbeit zur Verfügung hat.


