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Exzellenzinitiative | Exzellenzcluster

Exzellenzcluster "Kulturelle Grundlagen von Integration"

Hintergrund

Der Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ ist ein Verbund für kulturwissenschaftliche Forschung an der Universität Konstanz.

In der ersten Ausschreibung um die Fördermittel der Exzellenzinitiative 2006 wurde der Exzellenzcluster vom Bewilligungsausschuss der DFG positiv bewertet und im Oktober 2006 an der Universität eingerichtet.

Beteiligt sind Wissenschaftler/innen aus den Fachbereichen Geschichte und Soziologie, Literaturwissenschaft, Philosophie, Politik- und Verwaltungswissenschaft sowie Rechtswissenschaften. Externe Kooperationspartner sind Wissenschaftler/innen u. a. von den Universitäten in St. Gallen, Basel und Zürich (ETH und Universität Zürich, Collegium Helveticum) auf Schweizer, sowie von der Universität Tübingen und dem Deutschen Literaturarchiv Marbach auf deutscher Seite.

Inhaltliche Kurzbeschreibung


Prof. Dr. Rudolf Schlögl

Im Cluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ gehen Wissenschaftler/innen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften einem hochaktuellen Thema auf den Grund: Es werden Prozesse sozialer Integration und Desintegration auf allen sozialen Ebenen erforscht, wobei es besonders darauf ankommt, sie in ihren kulturellen Grundlagen zu erfassen. Deswegen konzentriert sich die Forschungsarbeit auf kulturelle Deutungsmuster und Prozesse sozialer Sinnbildung, die sowohl Stabilität wie auch Elastizität und Veränderbarkeit sozialer Ordnungen gewährleisten.

„Wir wollen das sozialwissenschaftliche Problem der Integration vollkommen neu durchdenken und dabei auch ganz aktuelle Entwicklungen und Fragen einbeziehen, die Politik und Gesellschaft bewegen. Wichtige Stichworte in diesem Zusammenhang sind europäische Integration, Weltgesellschaft, Migrantenströme oder auch die ‚failing states‘ und die Bedeutung von Religionen in historischen und gegenwärtigen Gesellschaften für Prozesse sozialer Integration und Desintegration,“ so Prof. Dr. Rudolf Schlögl. Letztlich gehe es darum, eine neue Kulturtheorie zu entwickeln, die Kultur als konstituierendes Element von Integration begreife, so der Historiker. Dies schließe auch einen wissensgeschichtlichen Arbeitsschwerpunkt ein. Dabei haben die Wissenschaftler/innen alle sozialen Ebenen im Visier. Sie bewegen sich auf einer Zeitachse von der Antike bis in die Neuzeit.


Weitere Informationen unter www.exc16.de/cms/forschung.html